Nachtschwärmerei

Ende Mai. Gerade aus der Tür vom Game-of-Thrones Binge Watching mit Freunden, fängt der Regen an. Ein heftiges Gewitter. Die Erlösung nach einem heißen Wochenende. Dem ersten richtig heißen Wochenende. Dicke, nasse Tropfen. Wasserströme durch die von Straßenlaternen beleuchteten Blätter der grünen Bäume.

Zu zweit, eng umschlungen unter einem Schirm. Bringt nichts. Schuhe durchnässt, Haare krause, Brille beschlagen, Tasche durchweicht. Fröhlich, lachend, den Ernst des Lebens diskutierend, Unterschlupf suchend. Jogginghose trieft, Vintage-Pulli schwer vom Wasser.

In der Bahn sehen alle so aus. Dann: Endstation Warschauer Straße. Blitze zerreissen die Wolkendecke, Donner grölt, Mädchen schreien verängstigt, Dealer lachen gehässig, Kiosk-Verkäufern schütteln enttäuscht den Kopf. Keine gute Nacht für hohen Umsatz. Auf dem MP3-Player läuft das letzte Moderat Album. Das Klischee einer Berliner Studentin wie sie leibt und lebt.

 

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